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Hannah-Arendt-Schule
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Erfahrungsbericht der Auszubildenden über das Erasmus+ Auslandspraktikum in Dublin

Am Morgen des 27. April versammelten sich sechs aufgeregte Auszubildende der Klassen VK235C und VK235D aus dem Versicherungswesen am Flughafen Hannover – das Ziel: Dublin, die lebendige Hauptstadt Irlands. Drei Wochen im Rahmen des Erasmus+ Programms lagen vor uns – drei Wochen voller neuer Eindrücke, beruflicher Herausforderungen und vor allem interkulturellem Austausch.

Bereits am Nachmittag wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen – mit offenen Armen, einem Lächeln und traditionellem irischem Essen. Schnell war das erste Eis gebrochen, und nach einem kurzen Kennenlernen bezogen wir unsere Zimmer. In der Regel waren wir jeweils zu zweit untergebracht, einige konnten sich aber sogar über ein Einzelzimmer freuen.

Gleich am Montag begann unser Arbeitsalltag. Nach einer kurzen Einweisung durch unsere lokalen Ansprechpartner wurden wir auf unsere Praktikumsstellen verteilt: von Hotels über einen Mode- und Geschenkartikelladen bis hin zu einer Reitschule. Für uns alle bedeutete das einen Sprung ins kalte Wasser – raus aus der gewohnten Welt der Versicherungen, rein in eine neue Umgebung mit fremder Sprache, ungewohnter Arbeit und ganz anderen Anforderungen.

Eine besondere Erfahrung bot der Reitunterricht mit Menschen mit Beeinträchtigung – eine Aufgabe, die viel Einfühlungsvermögen verlangte und unseren Horizont in mehrfacher Hinsicht erweiterte. In den Hotels halfen wir im Frühstücks- und Mittagsservice, während wir im Einzelhandel beim Dekorieren, Beraten und gelegentlichen Verkauf unsere Kreativität einbringen konnten. Die tägliche Arbeitszeit lag zwischen sechs und acht Stunden – dennoch blieb ausreichend Zeit, um Dublin und seine Umgebung zu entdecken.

Nach Feierabend zog es uns oft in einen der zahlreichen gemütlichen Pubs – bei einem kühlen Bier ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen. Wir schlenderten durch die grünen Parks der Stadt, besuchten Sehenswürdigkeiten wie das Guinness Storehouse, das ehrwürdige Trinity College oder den eindrucksvollen botanischen Garten.

Die Wochenenden nutzten wir für größere Ausflüge. Besonders in Erinnerung bleiben wird uns die Wanderung auf dem Klippenpfad der Halbinsel Howth – mit atemberaubendem Blick auf das Meer – sowie unser Roadtrip zur Westküste Irlands. Zwei Mietwagen, Linksverkehr und jede Menge Abenteuer führten uns zu den beeindruckenden Cliffs of Moher und in die lebendige Stadt Galway.

Rückblickend können wir einstimmig sagen: Diese drei Wochen waren mehr als nur ein Auslandspraktikum. Sie waren eine intensive Zeit voller persönlicher und beruflicher Entwicklung, geprägt vom interkulturellen Austausch, neuen Freundschaften und dem Mut, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Dublin hat uns mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte, Moderne und Lebensfreude verzaubert. Und Irlands raue Küsten, endlose Weiten und das satte Grün werden wir wohl nie vergessen.

Unsere Empfehlung: Wenn sich euch die Gelegenheit zu solch einer Reise bietet – ergreift sie. Es lohnt sich, den eigenen Horizont zu erweitern und einfach mal etwas ganz Neues zu wagen.

Leon, Lena, Caro, Maya, Emma und Jacob